Erpenbeck & Heyse
Die Forschung von Erpenbeck & Heyse
– und woran Sie prüfen können,
ob KODE® hält, was es verspricht
Objektivität, Reliabilität, Validität und Akzeptanz – offengelegt mit Zahlen, Stichproben und Quellen. Die drei zugrunde liegenden Arbeiten von Prof. Dr. John Erpenbeck und Prof. Dr. Volker Heyse stehen am Ende der Seite vollständig zum Lesen bereit.
Gütekriterien
Was die Prüfungen ergeben haben
KODE® Core ist seit den 1990er-Jahren mehrfach auf Objektivität, Reliabilität und Validität untersucht worden. Die wichtigsten Kennwerte – und was sie bedeuten.
Ein Wert verdient eine Einordnung: Die Reliabilität liegt bewusst nicht bei 1,0. KODE® Core misst Kompetenzen, und Kompetenzen sind veränderbar – sonst wäre Personalentwicklung sinnlos. Wo ein Verfahren Entwicklung auslöst, muss eine Wiederholungsmessung abweichen. Ein Instrument mit perfekter Messwiederholung würde bedeuten, dass sich in zwei Jahren nichts bewegt hat.
„Nach zwei Jahren stimmen die Ergebnisse noch mit 0,83 von 1,0 überein – stabil genug für belastbare Aussagen, beweglich genug, um Entwicklung sichtbar zu machen.“
Test-Retest-Untersuchung, N = 67 · KODE® Qualitätsanforderungen 2014
Akzeptanz
Was 174 Anwenderinnen und Anwender berichten
Befragung zur Verfahrensqualität, November 2014. Bewertet wurde auf einer neunstufigen Skala, wobei 1 für „sehr gering“ und 9 für „sehr hoch“ steht. Gezählt wurden nur Rückläufe mit mindestens drei beantworteten Seiten.
Eine ältere Längsschnittbetrachtung aus den Jahren 2002 bis 2007 zeigt, worauf es dabei ankommt: Nach einem mündlichen Auswertungsgespräch identifizierten sich 89 Prozent der Befragten mit ihren Ergebnissen; sechs Monate später hatten 69 Prozent tatsächlich versucht, die besprochene Entwicklung umzusetzen (N = 217). Ohne das Gespräch bleibt eine Messung folgenlos – deshalb ist es bei KODE® verbindlicher Bestandteil und keine Zusatzleistung.
„89 Prozent der Befragten erkannten sich in ihrem Ergebnis wieder – aber erst nach einem mündlichen Auswertungsgespräch. Der schriftliche Bericht allein reichte nicht.“
Längsschnittuntersuchung 2002–2007, N = 217
Position
Die Position dahinter
KODE® Core ist kein Persönlichkeitstest und will auch keiner sein. Dahinter steht eine klare wissenschaftliche Position von John Erpenbeck und Volker Heyse – darüber, was Kompetenz ist, was sie nicht ist und was man deshalb sinnvoll messen kann.
Skills sind nicht dasselbe wie Kompetenzen
„Skills“ meint im ursprünglichen Sinn Fertigkeiten: eingespielte, wiederholbare Handlungsabläufe für bekannte Situationen. Kompetenz beginnt dort, wo die Situation neu, offen oder widersprüchlich ist und niemand vorher sagen kann, was zu tun ist. Erpenbeck spricht von Selbstorganisationsdispositionen.
Praktische Konsequenz: Eine Skill-Matrix beantwortet die Frage, ob jemand das Bekannte kann. Sie beantwortet nicht die Frage, ob jemand mit dem Unbekannten zurechtkommt – und genau die entscheidet in Veränderungssituationen.
Kompetenzen sind keine Persönlichkeitseigenschaften
Persönlichkeitseigenschaften sind über lange Zeiträume stabil – das ist ihr Konstruktionsprinzip. Kompetenzen sind entwickelbar, sonst wäre Personalentwicklung sinnlos. Beide Konstrukte messen deshalb Unterschiedliches und sind nicht gegeneinander austauschbar.
Vergleichsuntersuchungen mit etablierten Verfahren, zum Beispiel dem Bochumer Inventar zur Persönlichkeitsbeschreibung (BIP), zeigen „keinerlei konkurrierende Erklärungsüberschneidungen“: Die Verfahren erfassen getrennte Bereiche, sie doppeln sich nicht.
Werte sind die Kerne von Kompetenzen
„Werte sind die Kerne von Kompetenzen.“ – John Erpenbeck
Wer selbstorganisiert handelt, kann sich nicht auf eine Regel stützen – die Regel für den neuen Fall gibt es noch nicht. Was die Lücke schließt, sind verinnerlichte Werte: Sie machen aus Wissen eine Handlungsentscheidung. Deshalb ist Kompetenzmessung ohne Werteverständnis unvollständig – und deshalb hängt Kompetenzentwicklung an Erfahrung, nicht nur an Wissensvermittlung.
Persönlichkeitstests ergänzen – ersetzen aber nicht
Gegen Persönlichkeitsverfahren ist nichts einzuwenden, solange sie das messen, wofür sie gebaut wurden. Problematisch wird es, wenn aus ihnen Kompetenzaussagen abgeleitet werden. Erpenbeck dazu: „Wenn man von ihnen aber Aussagen über Kompetenzen erhofft, sind sie kontraproduktiv und zuweilen sogar hochstaplerisch.“
Für HR-Entscheidungen heißt das: Skills, Kompetenzen, Persönlichkeitseigenschaften und Wertehaltungen sind vier verschiedene Messgrößen. Wer sie sauber trennt, trifft belastbarere Entscheidungen als wer sie in einem Score vermischt.
Wie KODE® Core und KODE® Select konkret messen
KODE® Core erfasst über 96 Items in einem Rating-Verfahren die vier Grundkompetenzen – personale, aktivitätsbezogene, fachlich-methodische und sozial-kommunikative Kompetenz – und unterscheidet dabei zwischen günstigen und ungünstigen Handlungsbedingungen. Das Ergebnis ist kein Rangplatz, sondern ein Profil mit Entwicklungsrichtung.
KODE® Select misst gezielt ausgewählte Teilkompetenzen, die für eine Organisation erfolgskritisch sind. Die Messung erfolgt entlang unternehmensspezifischer Handlungsanker und definierter Feedbackperspektiven. Beide Verfahren sind Instrumente der Einschätzung, nicht der Selektion.
Quellen
Zum Nachlesen
Die Quellen zu dieser Seite – vollständig und ohne Registrierung.
PDF · Gütekriterien
KODE® Qualitätsanforderungen
Heyse und Erpenbeck zu Objektivität, Reliabilität, Validität und Akzeptanz – inklusive der Kennwerte und Stichproben, auf denen diese Seite beruht. Regensburg/Berlin, November 2014.
PDF öffnen
PDF · Grundlagenwerk
KODE® im Praxistest
Auszug aus „Verfahren zur Kompetenzermittlung und -entwicklung“ von Volker Heyse: Aufbau des Verfahrens, Auswertungslogik und Anwendungsfälle aus der Praxis.
PDF öffnen
PDF · Whitepaper
Skills, Kompetenzen, Persönlichkeit, Werte
Warum diese vier Messgrößen für HR-Entscheidungen auseinandergehalten werden müssen – mit der Abgrenzung zu Persönlichkeitsverfahren wie dem BIP.
PDF öffnen
„Keinerlei konkurrierende Erklärungsüberschneidungen.“ Der Vergleich mit dem Bochumer Inventar zur Persönlichkeitsbeschreibung zeigt: Beide Verfahren messen getrennte Bereiche.
Vergleichsuntersuchung BIP und KODE® Core · Erpenbeck & Heyse

Lieber ein Gespräch als eine E-Mail?
In 30 Minuten klären wir Ihr Ziel, prüfen den passenden Einstieg und Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung.
