KI-Kompetenz

KI-Kompetenz ist mehr als Tool-Wissen.

Seit dem 2. Februar 2025 verlangt Artikel 4 der KI-Verordnung von Anbietern und Betreibern ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Kompetenz heißt: selbstorganisiert handeln, wo es keine fertige Regel gibt – und genau das lässt sich messen.

Verstehen
Was KI-Kompetenz von Tool-Wissen, Qualifikation und AI Literacy unterscheidet.
Messen
Soll-Profil je Rolle, Selbst- und Fremdeinschätzung – belegbar statt vermutet.
Nachweisen
Zweite Messung nach sechs bis zwölf Monaten: Wirkung belegt, nicht behauptet.
Violette Leuchtkugel mit KODE® Logo

Eingesetzt bei Bundesagentur für Arbeit, Deutsche Rentenversicherung, Knauf und über 400 weiteren Organisationen im deutschsprachigen Raum.

Knauf
Horváth & Partners
Bayer 04 Leverkusen
Trenkwalder
LBS
DAL Deutsche Leasing Gruppe
FHWien der WKW
Universität Liechtenstein
VDV Akademie
SIAK
Globus Baumarkt
Sustainum Consulting
now.expert
Sprachkultur
HH Consulting
Hochschule für angewandtes Management
EnGarde

„Anbieter und Betreiber von KI-Systemen sorgen dafür, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz verfügen.“

Artikel 4 der KI-Verordnung (EU) 2024/1689, sinngemäß · anwendbar seit dem 2. Februar 2025

Definition

Vier Begriffe, die regelmäßig vermischt werden

KI-Kompetenz ist kein Sammelbegriff für Prompting-Tricks. Wer sie entwickeln oder nachweisen will, muss zuerst auseinanderhalten, wovon die Rede ist.

01 · geschult

Wissen

Verstehen, wie ein Sprachmodell zu seinen Aussagen kommt, wo es Fehler produziert und welche Daten hineingehören. Notwendig, aber allein nicht handlungsleitend.

02 · geübt

Fertigkeit

Der eingespielte Handgriff: ein Prompt, ein Workflow, ein Werkzeug. Trägt so lange, wie die Situation bekannt ist und sich wiederholt.

03 · bescheinigt

Qualifikation

Der Nachweis über Wissen und Fertigkeiten, etwa ein Schulungszertifikat. Er belegt Teilnahme und Prüfungsergebnis, nicht Verhalten im Arbeitsalltag.

04 · gemessen

Kompetenz

Die Fähigkeit, in offenen und unsicheren Situationen selbstorganisiert und verantwortlich zu handeln. Genau das verlangt die Arbeit mit KI-Systemen.

Der Unterschied entscheidet über die Maßnahme: Wissen und Fertigkeiten lassen sich schulen und dokumentieren. Ob jemand einen plausibel klingenden KI-Vorschlag zurückweist und die Verantwortung für das Ergebnis behält, zeigt sich erst im Handeln.

Einordnung

KI-Kompetenz in den vier Basiskompetenzen

KI-Kompetenz ist keine neue, fünfte Kompetenzart. Sie lässt sich in den vier Basiskompetenzen des KODE® Verfahrens beschreiben – und damit mit denselben Instrumenten erfassen wie jede andere Kompetenz.

P
Personale Kompetenz – kritisch gegenüber dem KI-Ergebnis und gegenüber sich selbst bleiben: prüfen statt übernehmen, die Verantwortung für das Ergebnis behalten, die Grenzen des eigenen Urteils kennen
A
Aktivitäts- und Handlungskompetenz – KI tatsächlich einsetzen statt darüber zu reden: eigene Arbeitsschritte umstellen, Ergebnisse umsetzen, auch bei unklarer Lage entscheiden
F
Fachlich-methodische Kompetenz – wissen, welches Werkzeug wofür taugt, wie ein Ergebnis zustande kommt, wo Daten- und Rechtsgrenzen liegen und wie man gegenprüft
S
Sozial-kommunikative Kompetenz – den eigenen KI-Einsatz im Team offenlegen, Ergebnisse gemeinsam bewerten, Regeln verhandeln und Kolleginnen und Kollegen mitnehmen

Daraus folgt der praktische Teil: ein Soll-Profil je Rolle und eine Messung des Ist-Stands. KODE® Core erfasst die vier Basiskompetenzen, KODE® Select misst entlang der Teilkompetenzen, die Ihre Organisation selbst als erfolgskritisch definiert hat.

Nutzen

Drei Vorteile auf einen Blick

Den Nachweis in der Hand haben

Vorteil 01

Artikel 4 der KI-Verordnung verlangt ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz. Soll-Profil und Messung machen den Stand dokumentierbar.

Gezielt statt mit der Gießkanne schulen

Vorteil 02

Die Messung zeigt, wer welche Lücke hat. Budget und Zeit gehen dorthin, wo sie tatsächlich etwas verändern.

Wirkung belegen statt behaupten

Vorteil 03

Eine zweite Messung nach sechs bis zwölf Monaten zeigt, was von der Maßnahme im Arbeitsalltag geblieben ist.

Pakete

Drei Stufen, ein Weg

Sie steigen dort ein, wo Ihre Organisation heute steht – und wachsen in die nächste Stufe, wenn es trägt. Jede Stufe enthält die vorherige.

Leistungen

Wobei wir Sie unterstützen

Drei Schritte – je nachdem, wie weit das Thema KI-Kompetenz bei Ihnen heute schon trägt.

Standort bestimmen

Für den Einstieg

Die meisten Organisationen setzen KI längst ein, ohne zu wissen, wer damit wirklich umgehen kann. Wir klären mit Ihnen, welche Rollen betroffen sind, welches Verhalten Sie dort erwarten und wie der Stand heute aussieht – gemessen statt geschätzt.

TYPISCHE THEMEN

  • Bestandsaufnahme: Wo wird KI bereits eingesetzt?
  • Betroffene Rollen und Verantwortlichkeiten klären
  • Messung der vier Basiskompetenzen mit KODE® Core
  • Lücken und Prioritäten sichtbar machen
  • Erste Roadmap für den Kompetenzaufbau

KI im Kompetenzmodell verankern

Für die Verankerung

KI-Kompetenz ist keine neue Kompetenzart, sondern gehört in Ihr bestehendes Modell. Wir wählen mit Ihnen die relevanten Teilkompetenzen aus, formulieren beobachtbare Handlungsanker und legen Soll-Profile für Führung, Fachbereiche und HR fest.

TYPISCHE THEMEN

  • KI-relevante Teilkompetenzen aus dem KompetenzAtlas auswählen
  • Handlungsanker für den Umgang mit KI formulieren
  • Soll-Profile für Rollen und Funktionen
  • Messung entlang des eigenen Modells mit KODE® Select
  • Anschluss an Recruiting, Entwicklung und Beurteilung

Nachweis und Wirkung sichern

Für die Umsetzung

Artikel 4 verlangt ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz – und damit etwas, das über eine Teilnahmeliste hinausgeht. Wir begleiten Sie von den Maßnahmen über die Auswertungsgespräche bis zur zweiten Messung, die zeigt, was geblieben ist.

TYPISCHE THEMEN

  • Maßnahmen aus dem Soll-Ist-Abgleich ableiten
  • Auswertungsgespräche als fester Bestandteil
  • Zweite Messung nach sechs bis zwölf Monaten
  • Dokumentation des Kompetenzstands
  • Regeln und Verantwortlichkeiten für den KI-Einsatz

„Ein Schulungszertifikat belegt, dass jemand teilgenommen hat.
Es belegt nicht, dass jemand im Zweifelsfall anders entscheidet.“

Warum KI-Kompetenz gemessen und nicht nur geschult werden sollte

Fragen

Was Unternehmen jetzt konkret fragen

Die Pflicht steht im Gesetz, die Umsetzung nicht. Fünf Fragen, die in Gesprächen mit Verantwortlichen regelmäßig kommen – mit der Antwort aus Sicht der Kompetenz-diagnostik.

Gilt die Pflicht zur KI-Kompetenz auch für kleine Unternehmen?

Artikel 4 der KI-Verordnung richtet sich an Anbieter und Betreiber von KI-Systemen und macht keine Ausnahme nach Unternehmensgröße. Betreiber ist, wer ein KI-System im eigenen Namen beruflich einsetzt – das trifft auf die meisten Organisationen zu, die generative Assistenten im Arbeitsalltag nutzen.

Wie weit die Maßnahmen reichen müssen, hängt vom Zusammenhang ab: von der Art der Systeme, vom Einsatzbereich und von den betroffenen Personen. Für eine Marketingabteilung mit Textassistenten gilt ein anderer Maßstab als für eine Personalabteilung, die KI in Auswahlverfahren einsetzt. Diese Seite ordnet fachlich ein und ersetzt keine Rechtsberatung.

Reicht eine Schulung als Nachweis?

Eine Schulung ist der naheliegende erste Schritt und gut dokumentierbar. Sie beantwortet aber nur, ob Wissen vermittelt wurde – nicht, ob es im Arbeitsalltag zu anderem Verhalten führt.

Belastbar wird der Nachweis, wenn vorher festgelegt ist, welches Verhalten in welcher Rolle erwartet wird, und wenn der Stand vor und nach der Maßnahme erhoben wird. Eine zweite Messung nach sechs bis zwölf Monaten zeigt, was von der Maßnahme geblieben ist.

Wie lässt sich KI-Kompetenz messen?

Über dieselbe Logik wie jede andere Kompetenz: Soll-Profil je Rolle, Selbsteinschätzung, bei Bedarf Fremdeinschätzungen von 90 bis 360 Grad, Abgleich mit dem Soll-Profil, Auswertungsgespräch. Die Begriffe dafür liefert der KODE® KompetenzAtlas, die Erhebung KODE® Core oder KODE® Select.

Das Ergebnis ist kein Rangplatz, sondern ein Profil mit Entwicklungsrichtung. Ohne das Auswertungsgespräch bleibt eine Messung folgenlos – deshalb ist es bei KODE® fester Bestandteil und keine Zusatzleistung.

Was unterscheidet KI-Kompetenz von AI Literacy und digitaler Kompetenz?

AI Literacy ist der englische Begriff, den die KI-Verordnung verwendet; die deutsche Fassung spricht von KI-Kompetenz. Gemeint ist ein belastbares Verständnis von Möglichkeiten, Grenzen und Risiken der eingesetzten Systeme.

Digitale Kompetenz ist der weitere Rahmen: Umgang mit digitalen Werkzeugen, Daten und Zusammenarbeit über Distanz. KI-Kompetenz ist der Teil davon, in dem ein System eigene Vorschläge macht – und der deshalb Urteilskraft verlangt, nicht nur Bedienwissen.

Welche Rolle braucht welche KI-Kompetenz?

Führungskräfte entscheiden über Einsatz, Regeln und Verantwortung; für sie zählen Urteilskraft, Entscheidungsfähigkeit unter Unsicherheit und die Bereitschaft, eigene Routinen zu verändern. Fachkräfte arbeiten täglich mit den Systemen; für sie zählen Prüfroutinen, Methodenwissen und Transparenz im Team.

HR verantwortet den Nachweis: Kompetenzprofile ergänzen, Maßnahmen planen, Wirkung belegen. Eine gemeinsame Sprache über alle drei Gruppen hinweg ist die Voraussetzung dafür, dass aus Einzelmaßnahmen ein Nachweis wird.

Frau und Mann sitzend im Lichtstrahl vor der violetten KODE® Wand

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